Schaffe

„Do gang i gern go schaffe“

Die Arbeit im Ungarbühl ist nicht produktions- oder lohnorientiert. Freude und Zufriedenheit durch Arbeit sowie persönliche Ziele sind bei uns wichtiger als das Erreichen von Produktmenge oder Leistung. Das Fachpersonal lässt die Klienten ausprobieren und unterstützt, wo nötig. 

Arbeitsateliers

In den vier Arbeitsateliers wirken Personen mit Wohnplatz im Ungarbühl gemeinsam mit Tagesaufenthaltern. Die Arbeitsateliers haben unterschiedliche Angebote, die sich an die teilnehmenden Personen anpassen lassen. Jeder Klient, jede Klientin entscheidet mit, wo er oder sie teilnehmen möchte oder ein neues Angebot ausprobieren will.

Unsere Angebote sind so vielseitig wie die Klienten und Klientinnen:

In einem der Ateliers taucht man in die Welt der Farben und Formen ein und lässt dabei seiner eigenen Kreativität freien Lauf. Diese Arbeiten fordern die Personen in ihrer Wahrnehmung und in der Entwicklung des eigenen Vorstellungsvermögens. Man übt sich im phantasievollen, genauen und konzentrierten Arbeiten mit verschiedenen Werkstoffen wie Textilien, Papier, Ton oder Farbe und Pinsel. Wer möchte, kann seine Arbeitsergebnisse am Ostermarkt oder am Bazar verkaufen.

Ein anderes Angebot bietet Erlebnisse bei Spaziergängen im Wald oder bei der Gartenarbeit. Die Natur wird in vielfältiger Weise bei Sonne und Regen erleb- und spürbar. Es kann passieren, dass man auch mal dreckig oder nass wird oder vor Anstrengung ins Schwitzen kommt, beim Laub Rechen oder Blumen umtopfen. 

In den Arbeitsateliers oder beim Arbeitseinsatz mit dem Hauswart ist immer etwas los. Hier wird mit Werkzeug und dosierter Kraft oder feiner Handführung gearbeitet oder es werden im Büro Briefe verpackt, Couverts frankiert oder Papier geschräddert. Einige Klienten arbeiten an ihren eigenen Kunstwerken aus Holz, Metall oder Papier, andere erbringen Dienstleistungen für externe Auftraggeber.

Einzel und Gruppenerlebnisse mit Musik, Tanz oder Rollenspielen bieten Möglichkeiten, neue Instrumente oder Lieder und Geschichten kennenzulernen und sich in anderen Rollen zu versuchen.

Eine weitere Abwechslung im Alltag bieten ein Hand- Fuss- oder Lichterbad oder die Reise in vielschichtige Wahrnehmung auf dem musikdurchströmten Wasserbett.

Wohntraining auf der Wohngruppe

Ein Leben mit dem Alltäglichen: Einkaufen in der Stadt, kochen, putzen, frische Wäsche falten und im Schrank versorgen, den Tisch decken, Blumen giessen, die Katze füttern, das eigene Zimmer sauber und ordentlich halten – dies sind nur einige Beispiele für die verschiedenen am Leben orientierten Tätigkeiten, an welchen die Klientinnen und Klienten entsprechend ihren Möglichkeiten teilhaben. Ebenso dazugehört, das Mittagessen auf dem Herd zu riechen oder zuzusehen, wie der Kuchen im Ofen grösser wird und zu erschnuppern, wie er die Wohnung mit seinem Duft erfüllt. Beim Zimmerputz zu erleben, dass das Zimmer wirklich einem selber gehört oder den leeren Kühlschrank mit dem zu füllen, das man am liebsten mag, das sind Erlebnisse und Entwicklungsräume, welche durch das Wohntraining möglich werden. Zentral ist das Dabeisein, zeigen zu dürfen, was man kann, und die Möglichkeit zu haben, immer wieder Neues zu lernen.